Aktualisierungen von Frameworks führen zwangsläufig auch zu Neuauflagen von Büchern über diese Frameworks. Darum verwundert es nicht, dass Craig Walls, u.a. bekannt durch seinen Blog, eine zweite Auflage von Spring im Einsatz (deutsche Übersetzung von Spring in Action) geschrieben hat. Das Buch deckt dabei Spring 2.0 komplett ab.
Als Rahmen für die technischen Erklärungen hat sich der Autor das Mittelalter mit seinen Rittern und Gauklern gewählt, anhand derer er seine Beispiele ausbaut. So werden die unterschiedlichen Konfigurationsmöglichkeiten von Beans im Kapitel 2 anhand eines „Spring Idol“-Wettbewerbs (angelehnt an American Idol) erläutert, in dem die Künstler (in der Form des Interfaces Performer) unterschiedlich über Spring konfiguriert werden. Der erste Teil des Buchs befasst sich mit grundsätzlichen Dingen rund um das Spring Framework, wie Dependency Injection oder auch eine sehr gelungene Einführung in AOP (Kapitel 4) im Kontext von Spring. Darauf aufbauend werden Themen wie Zugriff auf Datenbanken, Transaktionen und die Module Spring Security, Spring Remoting und auch Spring Web Services in eigenen Kapiteln behandelt. Ab Kapitel 13 bewegt sich das Buch in Richtung Webanwendungen. Zunächst wird hierbei Spring MVC behandelt und in Kapitel 15 als Krönung Spring Web Flow (aber noch in der Version 1). Das abschließende Kapitel 16 befasst sich dann mit der Integration in andere Webframeworks wie Struts, Tapestry und JSF. Der wichtige Bereich des Testens ist leider etwas kurz geraten, diesem werden nur 20 Seiten im Anhang gewidmet.
Insgesamt gibt es auf dem Buchmarkt viele Bücher über das Spring Framework, wobei die Auswahl an deutschen Büchern über dieses Thema doch recht übersichtlich ist. Das Buch liest sich in der Gesamtheit sehr flüssig und der Leser wird sicherlich das eine oder andere Lächeln auf dem Gesicht haben, denn die aufgespannte Geschichte rund um das Mittelalter ist wirklich gut aufgebaut. Diese humoristische Komponente in Verbindung mit den technischen Grundlagen lassen dieses Buch aus der Masse herausragen.
Das angesprochene Zielpublikum sind Einsteiger in Spring. Hier führt Craig Walls sehr gut an das Thema heran und erläutert die wichtigsten Facetten rund um das Framework. Das Buch geht aber an einigen Stellen nicht über einen Einstieg hinaus. Somit ist es sicherlich ein sehr guter Baustein für das anfängliche Selbststudium des Spring Frameworks. Bei fortgeschrittenen Anwendern muss der Hinweis gegeben werden, dass einige Fragen nicht beantwortet werden und hier auf andere Quellen ausgewichen werden muss. Fazit: Lesenswerter Einstieg mit Unterhaltungswert.














